Zecken beim Hund

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Zecken sind weltweit vorkommende, blutsaugende Parasiten die gefährliche Krankheiten übertragen. Für den Hund sind in Europa vor allem drei Zeckenarten von Bedeutung.


Ixodes ricinus
Rhipicephalus sanguineus
Dermacentor reticulatos
Die BORRELIOSE
Die BABESIOSE

Ixodes ricinus

der gemeine Holzbock, lebt als Freilandzecke in Wäldern, Parks, hohen Wiesen und an Wegrändern, von dort befällt er Hunde, Katzen aber auch den Menschen und andere tierarten.

Rhipicephalus sanguineus

die braune Hundezecke, wurde aus mediterranen Urlaubsländern nach Deutschland und Österreich eingeschleppt und hält sich sowohl in Zwingern und Ställen, aber auch in Wohnungen auf, wo sich sich auch schnell vermehren kann. Die braune Hundezecke befällt bevorzugt den Hund.

Dermacentor reticulatos

die Bunt- oder Auwaldzecke bevorzugt als Lebensraum feuchtere Gebiete wie Auwälder und Moore. In Österreich findet man Zecken von März bis Oktober, nach milden Wintern aber durchaus schon früher. Eine Zecke macht vier Entwicklungsstadien durch (Ei, Larve, Nymphe, Zecke) die je nach Zeckenart und Witterung unterschiedlich lange dauern kann. Für die Entwicklung benötigen sie Blut von ihren Wirtstieren, dabei können gefährliche Krankheiten übertragen werden.

Die BORRELIOSE

(Lyme disease) Borrelien sind Bakterien, die durch Ixodes übertragen werden. Der typische rote Fleck an der Bißstelle, wie er beim Menschen auftritt, fehlt beim Hund. Symptome sind Fieber, Appetitverlust, Mattigkeit, wechselnde Lahmheiten, Gelenksschwellungen und bei Nichtbehandlung als Spätfolgen oft Gelenk-, Herz- oder Nierenschäden. Gegen die Borreliose des Hundes gibt es in Österreich seit einigen Jahren eine Impfung, die man schon zeitgerecht vor der Zeckensaison verabreichen sollte.

Die BABESIOSE

und die EHRLICHIOSE sind Erkrankungen, die ebenfalls durch den Saugakt von Zecken übertragen werden. Es handelt sich dabei um Blutparasiten, die in den Blutzellen sitzen und diese zerstören. Die Symptome sind vielfältig und die Erreger nicht immer leicht nachzuweisen. Hohes Fieber, Mattigkeit, Gelenkschmerzen, Blutungen in verschiedenen Organen, Leber- und Milzvergrößerungen, Lymphknotenschwellungen, Gelbsucht, usw.
Die Behandlung dieser Erkrankungen ist zwar möglich, die Therapie aber langwierig, kostenintensiv und meist auch nicht ohne Nebenwirkungen. Daher ist die Vorbeugung durch geignete Zeckenschutzpräparate (Halsbänder oder Spot on Präparate) über die ganze Zeckensaison, vor allem aber auch bei Reisen ins Ausland unbedingt zu empfehlen.

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